"Faites ce que je dis, pas ce que je fais"

les institutions de formation ont-elles un devoir d’exemplarité en matière de politique linguistique?

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.26034/ne.vals.2026.9818

Schlagworte:

institutionelle und lebensweltliche Mehrsprachigkeit, Sprachenvielfalt, immersiver Unterricht, Sprachdidaktik, Lehrpersonenausbildung, zweisprachiger Unterricht

Abstract

Sind die Institutionen der Lehrerinnen- und Lehrerbildung dazu verpflichtet, eine Verbindung zwischen den vermittelten Ausbildungsinhalten – insbesondere im Bereich der Sprachdidaktik – und ihrer eigenen Praxis auf der Tertiärstufe herzustellen? Besteht im Bereich der Sprachenpolitik eine Verantwortung zur Vorbildfunktion? Dieser zweisprachige Artikel beleuchtet die Rolle der Sprachenpolitik in den Governance-Strategien tertiärer Lehrer:innenbildungsinstitutionen in der Schweiz. Im Fokus steht dabei die deutschsprachige Pädagogische Hochschule Bern (PHBern). Zwei interne Sprachdidaktikprojekte zeigen konkrete Wege auf, wie die Aufwertung der individuellen Mehrsprachigkeit umgesetzt werden könnte: "ViVa Lang", das auf die Visibilisierung der Sprachressourcen des akademischen Personals ausgerichtet ist, und verschiedene Bachelorarbeitsgruppen, die die (lebensweltliche) Mehrsprachigkeit der Studierenden aufwerten. Doch zwischen den theoretisch anerkannten Zielen und ihrer didaktischen Umsetzung treffen diese Projekte auf strukturelle Hürden – und insbesondere auf die monolinguale Prägung der Ausbildungspraxis.

Veröffentlicht

2026-06-04